{"id":191,"date":"2013-05-16T09:33:46","date_gmt":"2013-05-16T07:33:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergedorfer-kammerchor.de\/test2\/?page_id=191"},"modified":"2020-04-22T21:34:00","modified_gmt":"2020-04-22T19:34:00","slug":"hellmut-wormsbacher-und-der-bergedorfer-kammerchor","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bergedorfer-kammerchor.de\/?page_id=191","title":{"rendered":"Hellmut Wormsb\u00e4cher und der Bergedorfer Kammerchor"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"?page_id=46\">Hellmut Wormsb\u00e4cher<\/a> wurde am 24. September 1925 in Garstedt, Kreis Pinneberg, geboren und wuchs als j\u00fcngstes von f\u00fcnf Kindern in Hamburg auf. Musik und Gesang standen im Mittelpunkt des Elternhauses, denn Vater Henry war ein gefragter Oratoriens\u00e4nger.<br \/>\nNach Privatmusikunterricht bei Otto St\u00f6terau und Erich Kraut wechselte Hellmut Wormsb\u00e4cher 1940 vom Hansa-Gymnasium in Bergedorf an das Musische Gymnasium in Frankfurt am Main. Dort geno\u00df er neben der schulischen eine sehr intensive Ausbildung in den musiktheoretischen F\u00e4chern. Au\u00dferdem erhielt er Klavierunterricht bei J\u00fcrgen Uhde, Gesangsunterricht bei Wilhelm D\u00fcrr und Dirigierunterricht bei Professor Kurt Thomas, dem Leiter der Schule.<br \/>\nDie ersten und f\u00fcr seine sp\u00e4tere Berufswahl ausschlaggebenden Kontakte mit dem Chorgesang gewann Hellmut Wormsb\u00e4cher in dieser Frankfurter Zeit als Mitglied des Chores des Musischen Gymnasiums und des Frankfurter C\u00e4cilienvereins. Bei mehreren gro\u00dfen Konzertreisen durch Deutschland, \u00d6sterreich und durch die Schweiz trat er nicht nur als Chors\u00e4nger, sondern gelegentlich auch als Dirigent des Chores in Vertretung von Professor Kurt Thomas auf.<br \/>\nIm September 1945 kehrte Hellmut Wormsb\u00e4cher aus Kriegsgefangenschaft nach Hamburg zur\u00fcck und nahm sofort sein Kapellmeisterstudium bei Wilhelm Br\u00fcckner-R\u00fcggeberg auf, zun\u00e4chst privat, dann, nach der Wiederer\u00f6ffnung der Schule f\u00fcr Musik und Theater (heute Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst), als Student. Theorie und Komposition belegte er bei Professor Ernst Gernot Klussmann, Gesang bei Helmut Laue und Klavier bei Ilse Fromm-Michaels.<\/p>\n<p>Noch w\u00e4hrend seines Studiums gr\u00fcndete Hellmut Wormsb\u00e4cher 1946, als Zwanzigj\u00e4hriger, den Bergedorfer Kammerchor, der anfangs lediglich aus 12 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern bestand. Inzwischen hat sich die Mitgliederzahl auf ca. 45 eingependelt und trotz seines Status&#8216; als Laienchor z\u00e4hlt der Bergedorfer Kammerchor heute zu den bekanntesten Chorvereinigungen des norddeutschen Raumes.<\/p>\n<p>Das Repertoire des Chores umfa\u00dft weltliche Madrigale, Chorlieder und Chansons des 16. und 17. Jahrhunderts, Chorwerke der Klassik und Romantik bis zur Gegenwart. In geistlichen Konzerten reicht die Spanne vom Gregorianischen Choral bis zur Chorliteratur unseres Jahrhunderts. Der Chor f\u00fchrte u. a. Purcells &#8222;C\u00e4cilien-Ode&#8220;, Bachs &#8222;Johannes-Passion&#8220;, &#8222;h-moll-Messe&#8220;, &#8222;Weihnachtsoratorium&#8220; und &#8222;Magnificat&#8220; sowie Mozarts &#8222;c-moll-Messe&#8220; auf, au\u00dferdem Messen von Schubert, Bruckner und Kod\u00e1ly sowie H\u00e4ndels &#8222;Dixit Dominus&#8220; und Mendelssohn-Bartholdys &#8222;Te Deum&#8220;. Unz\u00e4hlige Rundfunkproduktionen mit Bach-Kantaten, Fernsehauftritte und Schallplattenaufnahmen auch mit internationalen Gesangssolisten haben den Klang und Namen des Bergedorfer Kammerchores l\u00e4ngst in andere L\u00e4nder und Kontinente getragen.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt des musikalischen Wirkens Hellmut Wormsb\u00e4chers und seines Bergedorfer Kammerchores ist Hamburg. Der Chor ist aber auch h\u00e4ufig auf Reisen, um Konzert-Termine wahrzunehmen. Die gr\u00f6\u00dferen Chorreisen f\u00fchrten das Ensemble zu Auftritten nach Italien, D\u00e4nemark, Ungarn, Malta, \u00d6sterreich, Spanien, Frankreich, England und Irland. Der Chor beteiligt sich auch an internationalen Chorwettbewerben und ersang sich schon viele Preise und Auszeichnungen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer dem Bergedorfer Kammerchor und dem Chor der Hamburg-Mannheimer Versicherung leitete Hellmut Wormsb\u00e4cher bis 1994 den Bergedorfer Kinder- und Jugendchor, den er 1969 gr\u00fcndete, und dessen heranwachsende Mitglieder einen Teil des Nachwuchses der &#8222;Erwachsenench\u00f6re&#8220; bildeten.<\/p>\n<p>Ab 1947 \u00fcbernahm Hellmut Wormsb\u00e4cher bis 1995 die Leitung des Brahms-Chores Bergedorf, des Hamburger Oratorienchores Barmbek und des Hamburger Oratorienchores Altona. Diese drei Ch\u00f6re f\u00fchren zwar ein reges eigenes Chorleben, schlie\u00dfen sich aber regelm\u00e4\u00dfig zum &#8222;Hamburger Oratorienchor&#8220; zusammen und haben unter Hellmut Wormsb\u00e4cher au\u00dfer den bekannten Oratorien, Messen und Kantaten auch unbekanntere und selten gespielte Werke in der Hamburger Musikhalle aufgef\u00fchrt, wie z. B. Berlioz&#8216; &#8222;Te Deum&#8220;, das &#8222;Requiem&#8220; und die &#8222;Messe Solennelle&#8220; (Hamburger Erstauff\u00fchrung), Jan\u00e1ceks &#8222;Amarus&#8220; und &#8222;Das ewige Evangelium&#8220;, Hindemiths &#8222;Gesang an die Hoffnung&#8220;, Kod\u00e1lys &#8222;Te Deum&#8220; und &#8222;Psalmus Hungaricus&#8220; und die &#8222;Messa per Rossini&#8220; (als weltweit f\u00fcnfte Auff\u00fchunrg) sowie viele andere Werke mehr.<\/p>\n<p>Hellmut Wormsb\u00e4cher war von 1958 bis 1996 Dozent bei den Chorleiterkursen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverb\u00e4nde in Schleswig-Holstein und bildete in \u00fcber 150 Chorleiterlehrg\u00e4ngen mehr als 250 Chorleiterinnen und Chorleiter aus. Der S\u00e4ngerbund Schleswig-Holstein verlieh ihm 1983 f\u00fcr seine besonderen Verdienste um die Chormusik in Schleswig-Holstein die Heinrich Paulsen-Medaille. Er ist au\u00dferdem Tr\u00e4ger der &#8222;Goldenen Ehrennadel&#8220; des Deutschen S\u00e4ngerbundes und wurde von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverb\u00e4nde mit dem Titel &#8222;Chordirektor&#8220; ausgezeichnet. Die Hansestadt Hamburg verlieh Hellmut Wormsb\u00e4cher zu seinem 65. Geburtstag die &#8222;Johannes-Brahms-Medaille&#8220;, die 1928 zur Auszeichnung von hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Musik, insbesondere der Brahms-Pflege, gestiftet wurde.<\/p>\n<p>Der Bergedorfer Kammerchor erhielt von der Hansestadt Hamburg zum 40j\u00e4hrigen Bestehen des Chores die &#8222;Senator Biermann-Ratjen-Medaille&#8220;, mit der Personen und Personengruppen geehrt werden, die sich durch k\u00fcnstlerische und andere kulturelle Leistungen um Hamburg verdient gemacht haben. 1991 verlieh der Verband Deutscher Konzerch\u00f6re Hellmut Wormsb\u00e4cher den Georg-Friedrich-H\u00e4ndel-Ring&#8220; und zeichnete ihn damit als Dirigent von Laiench\u00f6ren aus, der es verstanden hat, die Pflege wertvoller Chormusik aller Zeiten und L\u00e4nder mit einer musikerzieherischen Leistung von Rang und Ausstrahlung zu verbinden.&#8220; Der Ring wurde 1960 gestiftet und wird alle vier Jahre verliehen.<\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich seines siebzigsten Geburtstages wurde Hellmut Wormsb\u00e4cher mit dem &#8222;Bundesverdienstkreuz am Bande&#8220; in W\u00fcrdigung seiner Verdienste ausgezeichnet.<\/p>\n<p>1988 und 1990 reiste Hellmut Wormsb\u00e4cher nach Japan, um dort als Gastdirigent u. a. Auff\u00fchrungen der &#8222;h-moll-Messe&#8220; und der &#8222;Johannes-Passion&#8220; von Bach, der &#8222;c-moll-Messe&#8220; von Mozart und der &#8222;Sch\u00f6pfung&#8220; von Haydn mit verschiedenen Ch\u00f6ren und Orchestern zu leiten. 1993 reiste der japanische Chor &#8222;Tokyo Oratorio Society&#8220; nach Hamburg, um zusammen mit dem Bergedorfer Kammerchor unter Hellmut Wormsb\u00e4chers Leitung den &#8222;Elias&#8220; von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Hamburger Musikhalle aufzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Hellmut Wormsb\u00e4cher schrieb Bearbeitungen f\u00fcr Rundfunk, Fernsehen und Schallplatte. Seine Chorkompositionen und S\u00e4tze sind bei verschiedenen Verlagen erschienen.<\/p>\n<p>Am 14.April 2020 starb Hellmut Wormsb\u00e4cher in Hamburg-Bergedorf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hellmut Wormsb\u00e4cher wurde am 24. September 1925 in Garstedt, Kreis Pinneberg, geboren und wuchs als j\u00fcngstes von f\u00fcnf Kindern in Hamburg auf. 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