{"id":184,"date":"2013-05-16T09:30:26","date_gmt":"2013-05-16T07:30:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergedorfer-kammerchor.de\/test2\/?page_id=184"},"modified":"2014-02-18T17:02:24","modified_gmt":"2014-02-18T15:02:24","slug":"chorreise-2007-italien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bergedorfer-kammerchor.de\/?page_id=184","title":{"rendered":"Chorreise 2007 &#8211; Italien"},"content":{"rendered":"<p>Kleiner Bericht \u00fcber die Italienreise<\/p>\n<p>Um dem Wunsch sowohl des Ahrensburger Kammerorchesters als auch des Kammerchores nach einer Reise nachzukommen, fuhren diese beiden Ensembles \u00fcber Himmelfahrt 2007 gemeinsam nach Italien. In den K\u00f6pfen spukte diese Reise schon lange, doch immer wogen die Bedenken wegen der hohen Kosten, der K\u00fcrze der Reise und der meist wegen Kinderbetreuung stark reduzierten Chorst\u00e4rke zu stark. Hoch sei hier Christian F\u00e4rber, Konzertmeister der Ahrensburger, zu loben, der mit folgender L\u00f6sung aufwartete: Die (hohen) Kosten f\u00fcr Organisation durch eine Agentur und Unterbringung sind wie sie sind. F\u00fcr die Reise wird ein Bus gemietet, der von HH (bzw. Ahrensburg) aus hin und zur\u00fcck f\u00e4hrt und uns dort zur Verf\u00fcgung steht. In diesem Bus kann jeder gegen geringe Geb\u00fchr mitfahren, notwendig ist der Bus im Grunde ohnehin wegen des Auff\u00fchrungsmaterials und der Instrumente. Die Busreise dauert jeweils ca. 18h, wer stattdessen fliegen will, kann dies tun, es gibt eine g\u00fcnstige direkte Verbindung zu passender Zeit von L\u00fcbeck. Durch dieses Arrangement entf\u00e4llt auch die Notwendigkeit, sich sofort (November 2006) zu entscheiden. Dieses flexible Angebot hatte Erfolg, nicht nur fand diese Reise statt, sie wurde sogar ein gro\u00dfer Erfolg. Es blieb allerdings dabei, dass die Besetzung beider Gruppen kleiner als normal war.<\/p>\n<p>Die Anreise nach Italien erfolgte, je nach Geldbeutel, Terminplan und Neigung, mit Flugzeug oder Reisebus. Die Fl\u00fcge (L\u00fcbeck-Bergamo) verliefen glatt, f\u00fcr die Busreisenden begann der Gruppenspass mit Wein, Film und Gesang, wie zu erwarten, schon direkt nach der Abfahrt.<\/p>\n<p>Standort f\u00fcr die Reise war Lovere, eine kleine Stadt am Lago d\u00b4Iseo, von dort ausgingen die Tagesausfl\u00fcge in die Region (Mailand, Bergamo, Brescia, Varenna).<\/p>\n<p>Das Programm bestand teils aus bekanntem und bew\u00e4hrtem Repertoire (so z.B. Beethovens IV Sinfonie, Rheinbergers &#8222;Abendlied&#8220; etc.), teils aus f\u00fcr den Anlass hinzugenommenen St\u00fccken (Mendelssohns &#8222;Paulus&#8220;-Ouvert\u00fcre, Verdis &#8222;Pater noster&#8220;). Ganz besonders waren aber nat\u00fcrlich die gemeinsamen Programmpunkte, so z.B. die auch in Bergedorf schon dargebotene kleine Kantate &#8222;H\u00f6r\u00b4 mein Bitten&#8220; von Schubert oder, aus Anlass dieser Reise, &#8222;denn Er hat seinen Engeln&#8220; in der Fasssung aus dem &#8222;Elias&#8220; f\u00fcr Chor und Orchester&#8220;. So ergab sich ein nicht nur stimmiges, sondern auch abwechslungsreiches Programm, welches das durchaus zahlreiche italienische Publikum begeisterte.<\/p>\n<p>Ganz besonders und ungew\u00f6hnlich war die Gemeinschaft aus Chor und Orchester und nicht genug kann der Umstand begr\u00fc\u00dft werden, dass aufgrund der gemeinsamen Leitung durch Frank die Verbindung zum Ahrensburger Kammerorchester entstand. Wenngleich urspr\u00fcnglich der Spa\u00df und die gemeinsame Reise im Vordergrund standen, so bot die Gruppe durch die gegenseitige Begeisterung bewegende Konzerte, auf die beide Ensembles stolz waren.<\/p>\n<p>16. Mai 2007 Die Busreise<\/p>\n<p>Unser Gef\u00e4hrt, ein riesiger blauer &#8222;Elite Reisen&#8220;-Bus, startete fr\u00fch um 06:30 Uhr in Bergedorf, nachdem er zuvor schon in Ahrensburg die ersten Reisenden aufgenommen hatte. Die Reisezeit teilte sich in Ruhephasen und aktive Phasen: Es gab ein paar Stunden, w\u00e4hrend der (fast) alle schliefen, gr\u00f6\u00dftenteils aber waren wir mit vielen Dingen besch\u00e4ftigt, um uns die Zeit zu vertreiben: Es gab gro\u00dfe Lunchpakete und S\u00fc\u00dfigkeitenvorr\u00e4te zu vertilgen, Schm\u00f6ker durchzulesen und den Regen und die Landschaft drau\u00dfen zu be\u00e4ugen. Zum Gl\u00fcck hatte Stephan Taschke vorsorglich eine Filmauswahl gegen die Langeweile getroffen, sodass sich eine vergn\u00fcgte Kinogemeinschaft im hinteren Teil des Busses bildete. Die Fahrt bot kurz vor Ende noch einmal einen H\u00f6hepunkt: Die Route nach Lovere sollte von S\u00fcden entlang des Ufers des Lago d\u00b4Isola f\u00fchren. In dem Ort direkt vor Lovere jedoch irritierte ein Verkehrsschild die Busfahrer mit dem internationalen Hinweis, da\u00df die Uferstra\u00dfe in der Fortsetzung f\u00fcr Fahrzeuge \u00fcber 7t nicht zu befahren sei. Sogar das Vorhandensein einer Alternative wurde erw\u00e4hnt, genauere Informationen hier\u00fcber aber vorenthalten. Die abzweigende Stra\u00dfe verlor sich auf dem Weg den Hang hinauf in immer neuen Serpentinen, was dann endlich die Fahrer zur Umkehr veranla\u00dfte. Das Verkehrsschild wurde in der Folge ignoriert und der Weg \u00fcber die Uferstra\u00dfe fortgesetzt. Zugegeben: Der Bus war f\u00fcr das idyllische Stadtzentrum mit seinen netten Pl\u00e4tzen und Gassen eindeutig \u00fcberproportioniert, nicht zuletzt aufgrund der sp\u00e4ten Stunde gab es aber keine Verkehrsprobleme und keine Proteste beispielsweise der lokalen Sicherheitsorgane. Das allgemeine Aufatmen ging \u00fcber in Freude \u00fcber das sch\u00f6ne Seepanorama entlang der Stra\u00dfe, dies \u00e4nderte sich erst, als ein weiteres Verkehrsschild vor einem kurzen Tunnel (es handelte sich mittlerweile um eine in die steile Felswand eingefr\u00e4ste enge Uferstra\u00dfe) eine eindeutige Empfehlung f\u00fcr Fahrzeuge mit einer H\u00f6he von unter 4m abgab. Die Inaugenscheinnahme des Tunnels durch die Fahrer ergab, da\u00df dies wohl doch zu konservativ war. Langsam aber letztlich erfolgreich wurde der Tunnel durchfahren. Aber jetzt wurde es richtig spannend: Von den kommenden Tunnels ganz zu schweigen bestand das Hauptproblem in der Kombination von enger Kurve mit niedrigen Fels\u00fcberh\u00e4ngen \u00fcber der Stra\u00dfe, durch atemberaubende Millimeterarbeit verdienten sich die Fahrer in der Folge wiederholt spontanen Beifall. \u00dcberhaupt wurden die Fahrer nur einmal richtig nerv\u00f6s: In einer dieser Kurven gab es vom hinteren Busteil einen Krach wie von zerberstenden Kunststoffteilen. Und dabei war es nur Clemens nach einem Ausflug auf die Bordtoilette! Weitere Heldentaten unserer Busfahrer und ein Loblied auf die lenkbare Hinterachse: siehe Mailand.<\/p>\n<p>Donnerstag, 17.5.07 (Mailand &#8211; Konzert Paderno d\u00b4Adda)<\/p>\n<p>Trotz der sp\u00e4ten Ankunft im Hotel in Lovere ging es am n\u00e4chsten Tag gleich mit dem abwechslungsreichen Programm los: Alle gemeinsam fuhren wir nach Mailand, wo wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt schlenderten. Im Dom sangen wir spontan vor dem gerade anwesenden Touristenpublikum &#8222;Locus iste&#8220;. Wer wollte, stieg die 160 Stufen aufs Domdach hinauf, wer sich das ersparen wollte, nahm doch lieber den Aufzug. Vom Dach aus genoss man einen herrlichen Ausblick \u00fcber die Stadt, einigen gefiel es dort so gut, dass sie an Ort und Stelle ein Picknick machten. Als es dann wieder losgehen sollte zum Ort Paderno d\u00b4Adda, wo am Abend das erste Komzert stattfinden sollte, kam das Verkehrchaos Mailands und packte unseren Bus: Die Reiseleitung hatte ungl\u00fccklicherweise eine falsche Stra\u00dfe f\u00fcr uns ausgesucht. So waren wir in einer sehr engen Gasse, die als Einbahnstra\u00dfe in entgegengesetzter Richtung weitergef\u00fchrt wurde, au\u00dferdem lag quer zur Gasse eine weitere Einbahnstra\u00dfe. Eine gute Weile lang blockierten wir also erstere und eine Hausausfahrt. Doch wir fanden einen Weg aus dem Dilemma: Zuerst wurden tatkr\u00e4ftig alle Motorr\u00e4der, die dem Bus beim Wenden im Weg standen, beseite ger\u00e4umt. Dann schoben wir uns langsam, aber sicher um die Kurve, w\u00e4hrend uns Polizisten und hilfsbereite Mail\u00e4nder einwiesen. Die Busfahrer meisterten die schwierige Aufgabe mit Bravour! Wegen der entsprechend versp\u00e4teten Ankunft in Paderno d\u00b4Adda gab es vor dem Konzert nur die Vorspeise von dem mehrg\u00e4ngigen Men\u00fc, das die Kirchengemeinde liebevoll f\u00fcr uns vorbereitet hatte. Das Konzert machte gro\u00dfen Spa\u00df, da das Publikum so herzlich und aufrichtig begeistert war. Und danach konnten wir k\u00f6stlich essen, trinken und feiern &#8211; bis es hie\u00df: Wieder in den Bus f\u00fcr den Weg zur\u00fcck nach Lovere.<\/p>\n<p>Freitag, 18.5.07 (Bootsausflug &#8211; Bergamo &#8211; Konzert Bergamo)<\/p>\n<p>Am Freitag Vormittag machten wir einen Bootsausflug zur Montisola &#8211; einer Insel im Iseosee. Dort war es wundersch\u00f6n: Zeit zum Kaffee Trinken in einem der Caf\u00e9s, Postkarten Kaufen oder f\u00fcr einen Spaziergang die Insel hoch, um das Panorama ringsum zu genie\u00dfen. Nachmittags fuhren wir nach Bergamo und hatten dort eine Stadtf\u00fchrung. Die war lustig, da unser Stadtf\u00fchrer vor Wissen \u00fcbersprudelte und uns in einem mordsm\u00e4\u00dfigen Tempo mit Informationen \u00fcber Bergamo f\u00fctterte und durch die Stadt hetzte. Nach der F\u00fchrung mussten wir mit Stadtplan bewaffnet allein die Kirche Sant\u00b4Anna, in der das Konzert war, finden. Die Kirche war schon ein ganzes St\u00fcck gr\u00f6\u00dfer als die vom Vortag und gl\u00fccklicherweise auch gut gef\u00fcllt. Nach dem Konzert hatten wir noch einen Umtrunk, und um Mitternacht gab es neben dem gelungenen Konzert noch etwas zu feiern: David hatte Geburtstag!<\/p>\n<p>Samstag, 19.5.07 (Brescia &#8211; Konzert Lovere)<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag konnten wir noch eine Stadt der Umgebung kennen lernen: In Brescia wurde uns die Stadt von einem italienischen Stadtf\u00fchrer sehr &#8222;herzlik&#8220; gezeigt. Wir bestaunten \u00dcberreste antiker Tempelanlagen und den Alten und Neuen Dom Brescias. H\u00e4ndler hatten ihre St\u00e4nde aufgebaut, so gab es beim Bummeln \u00fcber den Markt viel zu entdecken. Sp\u00e4ter, beim Treffpunkt am Bus angelangt, stellten wir fest, dass ein Trompeter verloren gegangen war: Allein unterwegs und verlaufen. Doch zum Gl\u00fcck konnte er wieder eingesammelt werden und das letzte Konzert war geretttet! Nach dem Abschlusskonzert in der Basilica di Santa Maria in Lovere feierten wir zusammen in einem Restaurant am Marktplatz. Sonntag, 20.5.07 (Comer See &#8211; R\u00fcckfahrt \/ R\u00fcckflug) Auf der R\u00fcckfahrt machte der Busfahrer zur Freude der meisten Fahrg\u00e4ste interessante Kommentare \u00fcber unsere Strecke und das Gebiet, was wir durchfuhren. Wir vertrieben uns die Langeweile mit dem \u00fcbrig gebliebenen &#8222;Kinoprogramm&#8220; (7 Zwerge &#8211; Der Wald ist nicht genug und Grasgefl\u00fcster), steckten &#8211; wieder in Deutschland &#8211; noch lange im Stau und kamen endlich, endlich um 01:30 Uhr in Bergedorf an.<\/p>\n<p>Julia Bisling \/ Johannes Lauckner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleiner Bericht \u00fcber die Italienreise Um dem Wunsch sowohl des Ahrensburger Kammerorchesters als auch des Kammerchores nach einer Reise nachzukommen, fuhren diese beiden Ensembles \u00fcber Himmelfahrt 2007 gemeinsam nach Italien. 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